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Werde Informatiklehrerin!

Viele Wege führen ins Lehramt - finde hier deine Einstiegsmöglichkeiten

Viele Frauen mit einem Informatikstudium, einem IT-Studium oder jahrelanger Berufserfahrung im IT-Bereich suchen nach einer beruflichen Neuperspektive im Bildungsbereich.

Egal ob durch eine berufliche Umorientierung, einen Neuanfang nach der Elternzeit oder den Wunsch nach größerer existenzieller Sicherheit - der Einstieg in den Schuldienst ist eine interessante berufliche Alternative! Die möglichen Wege, die nötigen Kompetenzen, Abschlüsse und ggf. Ausnahmeregelungen sind jedoch vielen Frauen unbekannt, schwer aufzufinden und bundeslandspezifisch.

Hier setzt das Projekt an: Wir möchten (Um-)Wege aufzeigen und Informationen anbieten, um Frauen bei einem Quereinstieg ins Informatiklehramt zu unterstützen.

"Werde Informatiklehrerin" wird als Gemeinschaftsprojekt von der Gesellschaft für Informatik e.V., der Didaktik für Informatik von der Universität Oldenburg und der #SheTransformsIT Initiative umgesetzt. Das Projekt "Werde Informatiklehrerin" wird gefördert von der Carl-Zeiss-Stiftung.

Perspektivisch wird diese Website eine Orientierungsmöglichkeit bieten, die wir in den kommenden Monaten mit spezifischen Einstiegsinformationen für jedes Bundesland und eine Vielzahl von Abschlüssen und Motivationen erarbeiten.

Mehr Frauen für die IT zu gewinnen, gilt als eine zentrale Herausforderung für eine gemeinwohlorientierte Digitalisierung.

 

Derzeit liegt der Frauenanteil in der IT-Branche bei lediglich 17,5%.1

 

Um mehr Mädchen und junge Frauen für den Einstieg in einen IT-Beruf zu gewinnen, müssen bereits frühzeitig in der Bildungsbiografie positive Lernerfahrungen in der Informatik mit weiblichen Vorbildern geschaffen werden. Ein gleichgestelltes Rollenverständnis in der Informatik entkräftet das Klischee des "nerdigen Kellerinformatikers"  und fördert die Diversität der Disziplin – eine entscheidender Faktor für eine inklusive und gemeinwohlorientierte Digitalisierung.

 

Die Rolle der Frau in der Informatik hat sich geändert.

Im 20. Jahrhundert galt Computing und Programmieren als Frauenberuf, da die Tätigkeit als "leichte Büroarbeit" eingestuft wurde. Seit den 1970ern ist jedoch ein signifikanter Rückgang des Frauenanteils und ein Wandel zum männlich besetzten Stigma des Fachs zu beobachten.

Im Jahr 2020 waren in Deutschland 22% der Studierenden im Studienbereich Informatik weiblich.2

Unter denjenigen, die das Fach Informatik auf Lehramt abgeschlossen haben, betrug der Anteil an Frauen 32,5%.3

Die KMK prognostiziert insbesondere für den Sekundarbereich II (berufliche Fächer), für die beruflichen Schulen sowie den Sekundarbereich I einen erhöhten Bedarf an Lehrkräften, der nicht durch neu grundständig ausgebildete Lehrkräfte abgedeckt werden kann. So können im Durchschnitt gerade einmal 72,2% der Stellen fürLehrkräfte aller Schularten des Sekundarbereichs I sowie 62,3% der Lehrkräftestellen an beruflichen Schulen im Sekundarbereich II mit grundständig ausgebildeten Lehrer*innen besetzt werden.4 Für Bedarfsfächer (v.a. MINT-Fächer) wird auch im Sekundarbereich II (allgemeinbildende Fächer) oder für das Gymnasium ein erhöhter Bedarf an Lehrkräften vorhergesehen.4

In Deutschland wurden im Schuljahr 2017/2018 insgesamt 4.367 Seiten- und Quereinsteiger_innen im Schuldienst eingestellt: Das bedeutet, dass 12,7 % der Neueinstellungen im Schuldienst im Durchschnitt Quereinsteiger*innen sind. Die Unterschiede zwischen den Ländern und auch unter den Schulformen sind dabei jedoch sehr hoch.5


Wir helfen weiter!

Prof. Dr. Ira Diethelm

Didaktik der Informatik / Universität Oldenburg

Prof. Dr. Ira Diethelm ist Mitglied des Präsidiums der Gesellschaft für Informatik e.V. und seit 2008 hauptberuflich an der Universität Oldenburg als Professorin für die Lehrkräftebildung in Informatik verantwortlich. In aktuellen Projekten widmet sie sich insbesondere der digitalen Bildung und der dazu nötigen Aus- und Fortbildung aller Lehrkräfte sowie der Förderung eines Gendersensitiven Zugangs zur Informatik.

Anna Sarah Lieckfeld

Referentin für Bildung / Gesellschaft für Informatik e.V.

Als Projektmanagerin und Bildungsreferentin hat Anna einen riesigen Erfahrungsschatz, den sie täglich nutzt, um für die junge Generation zukunftsorientierte Digitalbildung, nachhaltige Lernkonzepte und zeitgemäße bildungspolitische Strukturen zu bewirken. 


Das Projekt "Werde Informatiklehrerin" wird durch die Carl-Zeiss-Stiftung gefördert:

Die Projektbeteiligten: